© 2015 Heiko Mundel - Fotografie aus Hamburg .

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Die Geschichte zum Bild #0002


Manchmal fragt man sich ja im Nachhinein, ob man etwas verrückt ist. Ich möchte mich da nicht ausschließen , aber „normal“ ist ja total langweilig ;-)

Vor 2 1/2 Jahren im, Juni 2017 hatten wir zur Mittagszeit in Hamburg das „absolute Unwetter“ , eine Regen- und Gewitterfront zog über die Stadt und innerhalb von Sekunden war es stockdunkel und in manchen Stadtteilen wurden Bäume entwurzelt. Der Bahnverkehr nach Bremen, Hannover und Berlin wurde teilweise bis in den nächsten Morgen eingestellt.

Auf dem Weg von der Arbeit nach Hause kam mir eine Idee :

„Nach dem Sturm kommt Sonnenschein“ ,

also sah ich in der Wetterapp mal nach, ob das auch für diesen Abend noch stimmen sollte.

Auch wenn die verschiedenen Vorhersage-Apps in letzter Zeit immer öfters mal Quatsch vorausgesagt hatten, freute ich mich, dass am Abend dann doch noch die Sonne zu sehen sein sollte.

Nun machte ich mir Gedanken : WOHIN ?

Naja, wenn schon verrückt, dann richtig ! Ich wollte schon seit langem mal an den Strand von St.Peter-Ording zu den dortigen Stelzenhäusern.

Aber jetzt, einfach so ?

Na klar, also kaum zu Hause ging es um 18.30 los erstmal quer durch die Stadt. Für die ersten 8 km habe ich schon eine halbe Stunde gebraucht, eine zweite Regenfront zog über die Stadt und mir kam zwischendurch mal kurz der Gedanke einfach umzudrehen und an diesem Abend dann doch keine Bilder mehr zu machen.

Aber nein, weiter ging es über die A23 und B5 an Heide vorbei, in Tönning dann links ab in Richtung SPO . Der Himmel klarte immer mehr auf, d.h. aus dem dunkelblaugrau wurde ein helles blaugrau und später färbte es sich dann auch noch etwas gelblich. Blauer Himmel war nicht wirklich zu sehen.

Dank Navi kam ich nach nicht ganz 2 ½ Stunden Fahrtzeit am Strand von SPO an. Diese riesige Sandbank vor dem Deich kann man ja mit dem PKW befahren und so kam ich auch recht weit an mein geplantes Fotomotiv heran.

Also Jacke an, Rucksack und Stativ geschnappt und die letzten 80 Meter zu Fuß durch den Sand und gegen den Wind.

Nun zu den Tücken der Nordsee : dummerweise gibt es dort ja Ebbe&Flut , natürlich weiß ich das, aber bei meiner Spontanität hatte ich das nicht mit eingeplant. So war ich also knapp eine Stunde vor Hochwasser dort .

Nicht so schlimm, bei Niedrigwasser hätten sich vielleicht noch bessere Motive ergeben, aber es gibt ja bestimmt noch ein zweites oder drittes Mal !

Bei Wind in Böen um die 5-6 Bft mit Filtern eine Lanzeitbelichtung zu fotografieren gehört sicher zu den Dingen, wo viel Geduld gefragt ist. Aber wo ein Wille ist auch ein Weg

Die Ergebnisse des Abends können sich durchaus sehen lassen, aber das Beste war , dass mir endlich wieder mal der Nordseewind um die Nase wehte.

Nun gibt es die Daten zum unteren Bild ( oder auch Efix ) :

Kamera : Canon EOS 6D

Objektiv : Sigma 12-24 mm bei 12 mm

Blende : 22

Belichtung : 30 Sekunden

Filter : ja, Lee Little stopper ND

Stativ : ja , natürlich ;-)

Koordinaten: 54°19'44.6"N 8°35'11.2"E

Wenn euch nun dieses Bild gefällt, könnt ihr es euch bei posterlounge in vielen Varianten bestellen und an die Wand hängen.

Der Parkplatz auf dem riesigen Strand ist von Mitte März bis Ende Oktober geöffnet, Übernachtungen dort sind (leider) nicht gestattet und dies wir auch sehr konsequent kontrolliert.

Infos zum Strandparken findet ihr hier .

Ich hoffe, auch diese kleine Geschichte zum Bild hat euch gefallen.

Für mich ist so etwas immer noch Neuland über die Entstehung der Bilder zu schreiben, daher bitte : her mit der Kritik ;-)

Natürlich könnt ihr auch gerne Fragen loswerden.

Euer Heiko


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